Radioaktives Baumaterial mit dem Geigerzähler prüfen

Unser Strahlenmessgerät RadRate basic findet auch Anwendung beim Häuserbau. Sie können schnell und einfach herausfinden ob das Baumaterial oder der Baugrund mit Radioaktivität belastet ist. Baumaterialien enthalten eine mehr oder weniger große Menge an natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen. Die Konzentration der Radionuklide variiert sowohl nach Art des Baustoffs wie auch innerhalb gleichartigen Materials.

Vorsorge ist sinnvoll: Prüfung von Baumaterialien mit dem Strahlenmessgerät

Bei Neubauten sollte in Gebieten mit radiumhaltigen Bodenschichten, darauf geachtet werden, dass die natürliche Hintergrundstrahlung nicht durch großflächig künstlich eingefügte Strahlenquellen verstärkt wird. Die Einbeziehung eines baubiologischen Sachverständigen ist eine optimale Ergänzung zur Messung der Radioaktivität mit dem Strahlenmessgerät.

Bei Altbauten gibt es bei belasteten Baustoffen nur beschränkte Möglichkeiten, z.B. der Austausch von Füllmaterial und der Zurückbau von Material. Bei Radon aus dem Untergrund empfehle ich als Erste-Hilfe-Maßnahme eine Veränderung beim Lüften und bei der Raumnutzung, dann aber eine Minimierung der Belastung. Bei stärkerer Belastung sind umgehende Sanierungsmaßnahmen wie Abdichten der erdberührenden Bereiche anzuraten. Vor einer solchen Maßnahme sollte eine baubiologische Messung und Prüfung mit einem Geigerzähler durchgeführt und auf jeden Fall mehrfach wiederholt werden.

Wie radioaktiv sind Baustoffe oder Fliesen?

Maßgebend für die Höhe der radioaktiven Strahlung sind die Zusammensetzung, die Herkunft und das Herstellungsverfahren der Baustoffe. Granit, Tuff und Bims als vulkanische Gesteine sind typisch für eine mögliche hohe Radioaktivität. Messen Sie die Strahlung mit dem Strahlenmessgerät RadRate basic. Dagegen enthalten die Baumaterialien Sand, Kies, Kalkstein, Lehm und Naturgips je nach Abbaugebiet nur geringe Mengen an Radioaktivität. Auffällig ist das Problem bei Glasuren von Fliesen aus den 70er Jahren, die mitunter mit radioaktiven Stoffen belastet sein können. Zur Farbgebung (rot, gelb, braun) wurden uranhaltige Pigmente verwendet.

Durch die Verwendung belasteter Baustoffe tritt eine Erhöhung der Strahlenexposition auf, je nach dem wie viel davon verbaut wurde und wie lange die Aufenthaltsdauer in diesen Räumen ist.

Nur die Messung mit einem Strahlenmessgerät bzw. Geigerzähler gibt Sicherheit

In der Baubiologie strebt man an, dass die natürlich vorkommende Radioaktivität, die in der Umgebung bzw. am Wohnort vorherrscht, nicht durch zusätzliche Strahlungsquellen erhöht wird. Der einzige Weg Gewissheit und Fakten zu schaffen, ist die professionelle Messung. Denn im Haus weist niemand auf die gesundheitlichen Gefahren durch permanent vorhandene radioaktive Strahlungsquellen hin und leider sind radioaktiv auffällige Baustoffe häufiger, als man glaubt. Die Radioaktivität kann durch Baustoffe wie Lehmsteine, Fliesen, oder Schlackeschüttungen im Fußboden, aber auch durch Einrichtungsgegenstände erhöht sein. Manchmal führt auch die eigene Mineraliensammlung zu erhöhten Werten, wenn sich in der Sammlung Mineralien befinden, die Uran, Kobald oder andere radioaktive Elemente enthalten. Darüber hinaus kann auch ins Haus strömendes Radon die Belastung mit radioaktiver Strahlung erhöhen. Je nach Fragestellung und individueller Situation werden verschiedene Messverfahren eingesetzt. Die häufigste Messaufgabe ist die Radonmessung.