Radon Belastung mit dem Geigerzähler RadRate basic messen

Der Mensch ist täglich natürlicher radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Diese setzt sich aus der vom Weltraum einfallenden kosmischen Strahlung (Höhenstrahlung) und aus der, durch natürliche radioaktive Elemente in Gesteinen und Böden verursachte, terrestrische Strahlung zusammen. Da sich der Mensch im Laufe seiner Evolutionsgeschichte an diese Strahlung gewöhnt hat, geht von ihr kaum eine Gefährdung aus.
Anders verhält es sich allerdings mit dem radioaktiven Edelgas Radon.  Dieser vorwiegend aus dem Boden austretende Schadstoff kann sich mitunter erheblich in Häusern anreichern und Lungenkrebs verursachen. So wunderte sich eine Spitzensportlerin warum sie trotz gesunder Ernährung und viel Sport an Lungenkrebs erkrankte. Nach Messung mit einem Geigerzähler wurde eine hohe Radioaktivität durch Radonbelastung in ihrem Keller gemessen. Dort war der Fitness-Raum, in dem die Sportlerin täglich mehrere Stunden trainierte.

Auswirkung auf den Menschen

Die Ursache für das Auftreten von Radon liegt im Element Uran, das in geringsten Mengen überall im Boden vorkommt. Uran ist nicht stabil und zerfällt daher durch Abgabe radioaktiver Strahlung in mehreren Schritten zum  Element Radium. Bis zu dieser Stufe sind alle dabei auftretenden Elemente fest und im Erdboden gebunden.

Erst beim Zerfall von Radium wird Radon gebildet - ein gasförmiger und radioaktiver Stoff, der nun aus dem Boden austreten kann. Unter Abgabe radioaktiver Strahlung (hochenergetische Alpha-Strahlung) zerfällt das Radon weiter in seine noch gefährlicheren und ebenfalls radioaktiven Folgeprodukte.

Da es im Freien durch die Luft zu einer starken Verdünnung von Radon kommt, tritt dort keine Belastung auf. In Gebäuden hingegen reichert sich dieser Schadstoff mitunter stark an. Über die Atemluft gelangt (konzentriertes) Radon und dessen radioaktiven Folgeprodukte in die Lungen, wo es zur Strahlenbelastung führt.

Deshalb gilt Radon heute nach dem Rauchen als häufigste Ursache für Lungenkrebs. In etwa 5 - 15 % aller Lungenkrebsfälle sind dem Radon zuzuschreiben. D.h., dass allein in Südtirol, Österreich, Deutschland und der Schweiz mehrere Tausend Personen pro Jahr an den Folgen des Radons sterben.

Mit Hilfe unserers Strahlungsmessgerätes RadRate basic können Sie prüfen, ob bei Ihnen zu Hause eine erhöhte Strahlungintensität (häufig in Kellern und schlecht belüfteten Räumen) auftritt. Aber für eine zuverlässige, bzw. dokumentierte Langzeit Messung. Ist weder RadRate noch ein anderes Strahlen Messgerät oder Geigerzähler geeignet.

Für Radonmessungen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Messgeräte. Es ist üblich, sie danach einzuteilen, ob sie Radongas oder Zerfallsprodukte messen und ob sie aktiv oder passiv arbeiten.

Kleine passive Messgeräte werden häufig als Radondosimeter oder -exposimeter bezeichnet. Sie arbeiten während der Messung ohne Betriebsenergie und sind deshalb in großen Stückzahlen preisgünstig anwendbar. Dem steht ein großer Laboraufwand gegenüber, um an die in den Geräten indirekt enthaltenen Messergebnisse zu kommen. Passive Geräte messen praktisch ausschließlich Radongas. Das ist einer der Gründe, warum in Wohnhäusern bis auf wenige Ausnahmen das Radongas gemessen und bewertet wird. Verschiedene Messlabors versenden sie per Post und werten sie später in einem recht aufwändigen Labor aus.

Aktive Messgeräte arbeiten meistens mit Pumpen und elektronischen Strahlungsdetektoren und benötigen deshalb Strom während der Messung. Damit eignen sie sich für einen automatischen Betrieb. Ein Auswertelabor oder separate Auswerterechner sind nur selten erforderlich.

Die Mikroelektronik erlaubt elektronische Geräte, die mit einer Batterie bis zu einem Jahr messen können. In der Handhabung entsprechen sie passiven Geräten, benötigen aber kein Auswertelabor.

Im Normalfall ist Radon durch die Dauerexposition gefährlich, was eher mit einem Dosimeter als mit einem Strahlenmessgerät wie RadRate gemessen werden kann, weil es darauf ankommt auf einen längeren (definierten) Zeitraum (aufsummiert) zu messen.